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PRESSEMITTEILUNG
Ahoi von Bord – Die LandesschülerInnenvertretungen des Landes Schleswig Holstein haben in einer gemeinsamen Klausurtagung aller Vorstände an Bord der Color Line gemeinsame Forderungen beschlossen.
Die fünf LandesschülerInnenvertretungen (LSVen) der berufsbildenden Schulen, Förderzentren, Gemeinschaftsschulen, Gymnasien und Regionalschulen haben vom 11.03.2011 bis zum 13.03.2011 auf der Überfahrt nach Oslo und zurück auf der „Color Magic“ sowohl im Plenum als auch in einzelnen Arbeitsgruppen verschiedene Themen behandelt und sich hierbei auf gemeinsame Kernforderungen verständigt.
„Das bildungspolitische Chaos im Land bringt uns zu dem Vorhaben, näher zusammen zu rücken, um die Stimme aller 400.000 Schülerinnen und Schüler zu vereinen und so gestärkt in grundlegende bildungspolitische Vorgänge einzugreifen.“, erklärten die LSVen einhellig.
Alle LSVen sind sich darin einig, dass die ´demographische Rendite`, also die frei werdenden Lehrerstunden, die durch den Rückgang der SchülerInnenzahlen vorauszusehen ist, ausnahmslos in
der Schule verbleiben muss, anstatt der Kürzungspolitik der Landesregierung zum Opfer zu fallen. Mit gutem Beispiel gehen hier andere Bundesländer voran, die dies schon beschlossen haben.
Die freigewordenen Lehrerstunden könnten zum Beispiel die Vertretungsfonds stärken, um so die viel zu hohe Rate von ausfallenden Unterrichtsstunden zu kompensieren, oder um die derzeit viel zu großen Klassenteiler zu senken, die Klassen also zu verkleinern.
Das Berufsfeld der LehrerInnen muss insgesamt attraktiver gestaltet werden, um somit die am besten geeigneten Lehrkräfte als Multiplikatoren für Sozialkompetenz und Fachwissen für die Schulen zu gewinnen. Um dies zu erreichen, ist neben einer deutlichen Verbesserung der Aus- und Fortbildung der LehrerInnen auch ein Absenken der Pflichtstundenzahl notwendig. Damit sich die LehrerInnen auch im außerunterrichtlichen Bereich für Schülerinnen und Schüler engagieren können, ist es zwingend notwendig, dass sie für freiwillig angebotene Arbeitsgemeinschaftsstunden stärker entlastet werden.
Besonders entsetzt sind die LSVen über die Entscheidung des Landtages, sämtliche Förderzentren im Land einzustampfen. Dies hat für die Schülerinnen und Schüler zur Folge, dass sie auf alle anderen allgemeinbildenden Schularten verteilt werden. Die optimale Förderung für Schülerinnen und Schüler, die derzeit Förderzentren zugeordnet werden, kann so nicht erlangt werden, weil die Schulen dafür nicht ausgelegt, Lehrkräfte unterqualifiziert und Klassenteiler um ein vielfaches zu groß sind.
„Die Politik, die scheinbar nur Geld sparen will, geht nicht darauf ein, dass der Unterrichtsstoff an Förderzentren ganz anders vermittelt wird als an anderen Schulen.“, so der stellvertretende Landesschülersprecher der Förderzentren, Björn Gambalat.
Wir danken für die Unterstützung Seitens der Color Line und des Ministeriums für Bildung und Kultur (besonders dem Referat III KSt) für die Unterstützung, ohne die die Tagung nicht hätte stattfinden können.
„Es ist unser Ziel, die 400.000 Schülerinnen und Schüler mit einer möglichst starken Stimme zu vertreten. Um die gemeinsame Beschlusslage der LSVen weiter auszuarbeiten, werden wir derartige Tagungen regelmäßig durchführen und damit noch in diesem Schuljahr beginnen.“ So Oliver Ahmed, turnusgemäßer Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft, dem gemeinsamen Gremium der LandesschülerInnenvertretungen.
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