Am 10.03.2017 besprachen sich Landesvorstandsmitglied Marco Rahman und Landesschülersprecher Martin Rümmelein mit Herr Jan Nissen, der im Ministerium für Schule und Berufsbildung die Schulaufsicht für berufsbildende Schulen leitet. Herr Nissen erklärte unseren Vertretern noch einmal genau die Funktionsweise des Planstellenzuweisungsverfahrens (PZV), welches wir hier noch einmal angehängt haben. Daraus ist ersichtlich, wie viele Stellen welchen Schularten zugeteilt werden sollen und wie die zugewiesene Stellenanzahl an den jeweiligen Berufsschulen tatsächlich verteilt ist.

Diese Differenz ist bei berufsbildenden Schulen wesentlich höher, als bei allgemeinbildenden Schulen, was wir auch regelmäßig anmerken und kritisieren. 92% Unterrichtsversorgung an den Berufsbildenden Schulen ist für uns als LSV keineswegs zufriedenstellend und bedeutet nur einen minimalen Stellen- Anstieg (insg. + 50 Stellen für die 33 Berufsschulen in Schleswig-Holstein) im Verhältnis zu den sich verändernden Schülerzahlen. Auch dies ist nur eine Seite der Medaille, denn im Land werden nicht nur mehr Stellen benötigt, diese müssen auch von Lehrkräften besetzt werden. Hierfür gibt es neben Seiten-, Quer-, und Direkteinstiegsmöglichkeiten noch Handlungsbedarf.

Zudem haben wir die These aufgestellt, dass ein niedrigerer Klassenteiler dazu führen könnte, dass mehr Schüler im Unterricht seitens der Lehrkräfte erreicht werden, so dass diese ihre Schullaufbahn planmäßig fortführen können, statt abzubrechen. Weiterhin haben wir die besonderen Anforderungen im Berufsschulbereich für Lehrkräfte angesprochen und finanzielle Extrazahlungen zum Gehalt als positiven Anreiz erwähnt, um mehr Lehrkräfte für die Berufsschulen zu gewinnen.

Wir hoffen und kämpfen dafür, dass berufsbildende Schulen in Zukunft mehr Aufmerksamkeit und in der Haushaltsplanung mehr Planstellen zugewiesen bekommen und danken Herrn Nissen für das nette und informative Gespräch.

PZV-2017-18_mit _Anlagen
Bericht vom Treffen mit Jan Nissen (MSB) zum Thema PZV – Planstellenzuweisung
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